Der Erweiterungsbau auf dem Campus des Ulrichsgymnasiums Norden, das zu den ältesten Gymnasien Deutschlands zählt, verbindet Vergangenheit und Zukunft auf besondere Weise.
Im Untergeschoss schafft die neue Mensa einen lebendigen Treffpunkt für Schüler und Lehrkräfte. Darüber bieten zwölf moderne Klassenräume Raum für zeitgemäßes Lernen, während die lichtdurchflutete Bibliothek im Penthouse den Blick öffnet und zum Entdecken einlädt.
Der Anbau setzt bewusst auf eine klare, reduzierte Architektursprache. Ein transparentes Treppenhaus aus Stahl und Glas verbindet den Neubau mit dem denkmal-geschützten Bestandsgebäude – ohne die Baustile anzugleichen. So bleiben die Charaktere beider Epochen sichtbar und im Dialog.
Während des Abbruchs eines alten Bestandsgebäudes kamen historische Spuren des ehemaligen Dominikanerklosters aus dem 13. Jahrhundert ans Licht. Die darauf folgenden neunmonatigen Ausgrabungen brachten Mauern, Münzen und wertvolle Artefakte zutage.
Die Historie wurde nicht überbaut, sondern integriert: Heute sind die freigelegten Relikte sowohl aus der Mensa durch große Glasscheiben als auch von außen sichtbar – ein architektonisches Fenster in die Vergangenheit, das den Campus auf einzigartige Weise bereichert.





